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Der Eichstätter Diözesangeschichtsverein informiert:


Florian H. Geidner: Franz Xaver Heidingsfelder (1882-1942) und die Eichstätter Diözesangeschichtsschreibung zwischen Königreich und Diktatur

 

 

Der Name Franz Xaver Heidingsfelders ist bis heute eng mit seinem monumentalen Hauptwerk, der Edition der Regesten der Bischöfe von Eichstätt, verknüpft. Es wurde zu einem Fixpunkt in seiner wissenschaftlichen Laufbahn. Aus einer Bauernfamilie stammend, hatte Heidingsfelder in Eichstätt studiert und war in Würzburg promoviert worden. Von 1915 bis 1942 wirkte er schließlich als Professor für Kirchengeschichte, christliche Archäologie und Kunstgeschichte an der Philosophisch-Theologischen Hochschule Regensburg. Ungeachtet dessen blieb er seiner Heimat und dem Eichstätter Bistum sowohl persönlich als auch wissenschaftlich ein Leben lang eng verbunden. Indem der Vortrag zum einen den Lebensweg des Eichstätter Diözesanpriesters und Regensburger Professors und Hochschulrektors nachzeichnet, wird deutlich, welche Karrierechancen sich im frühen 20. Jahrhundert für katholische Bauernsöhne durch das Einschlagen einer geistlichen Laufbahn ergeben konnten. Zum anderen sollen Themen und Entwicklungen der Eichstätter Diözesangeschichtsschreibung zwischen Königreich und Diktatur im Spiegel von Heidingsfelders Werk analysiert werden.

Einladung


Neuerscheinung aus der Reihe "Beiträge zur Geschichte der Diözese Eichstätt"

 

 

Die Jahre von 1484 bis 1494 sind für das kirchliche wie für das kulturelle Leben in der Bischofsstadt Eichstätt von besonderer Bedeutung. Sie markieren das Jahrzehnt, in dem die Druckkunst in Eichstätt Eingang fand, die erst kurz zuvor erfunden worden war. Dass das fränkische Bistum einen durchaus respektablen Beitrag zur Geschichte der Medienrevolution leisten konnte, ist in erster Linie das Verdienst des Eichstätter Bischofs Wilhelm von Reichenau (reg. 1464-1496) und seines Domkapitels. Ihre Bemühungen um eine nachhaltige Reform des kirchlichen Lebens bewegten sie zur Gründung einer eigenen Offizin, welche gerade im liturgischen Buchdruck einen Schwerpunkt setzte.

Die hier vorgelegte Untersuchung möchte die Leistungen des Eichstätter liturgischen Buchdrucks unter Fürstbischof Wilhelm von Reichenau und seiner Nachfolger würdigen und sie in die Frühgeschichte des Buchdrucks einordnen.


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