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Der Eichstätter Diözesangeschichtsverein informiert:


Vortrag von Christof Cebulla: Ostenstraße 2 - Das "Chauvistré-Haus"

Bis 1974, als Frau Elisabeth Böhm hochbetagt dem Priesterseminar das Haus verkaufte und in ein Altersheim zog, führte sie hier ein kleines Schreibwarengeschäft, in dem Christof Cebulla noch als Student eingekauft hat, und das er 1976 auf eine beiläufige Bemerkung des damaligen Regens des Priesterseminars, Ludwig Mödl, mietete und als Buchhandlung weiterführte.

Frau Böhm war die Tochter von Albert Chauvistré und das Haus Ostenstraße 2 hieß deshalb in Eichstätt das „Chauvistré-Haus“, dessen Abriss allerdings beschlossene Sache war. Doch, wie bekannt, ist nichts so dauerhaft wie ein Provisorium. Und nachdem Christof Cebulla ein halbes Jahrhundert hier lebt, möchte er gerne berichten, was er über die Geschichte des Hauses und seine früheren Bewohner in Erfahrung gebracht hat.

Der öffentliche Vortrag findet am Mittwoch, 10. Juni 2026 um 18.30 Uhr im Haus St. Anna, Walburgiberg 5 statt.

 

Der Vortrag ist eine Begleitveranstaltung zur Ausstellung
     Ostenstraße 2 – ein Haus mit Geschichte(n)
     Thorschreiberwohnung – „Chauvistré-Haus“ – 50 Jahre Buchhandlung Cebulla

vom 4. Mai bis zum 30. Juni 2026 in der Buchhandlung Cebulla, Ostenstraße 2, 85072 Eichstätt.

 

Einladung

 

 


Neuerscheinung aus der Reihe "Beiträge zur Geschichte der Diözese Eichstätt"

 

 

Die Jahre von 1484 bis 1494 sind für das kirchliche wie für das kulturelle Leben in der Bischofsstadt Eichstätt von besonderer Bedeutung. Sie markieren das Jahrzehnt, in dem die Druckkunst in Eichstätt Eingang fand, die erst kurz zuvor erfunden worden war. Dass das fränkische Bistum einen durchaus respektablen Beitrag zur Geschichte der Medienrevolution leisten konnte, ist in erster Linie das Verdienst des Eichstätter Bischofs Wilhelm von Reichenau (reg. 1464-1496) und seines Domkapitels. Ihre Bemühungen um eine nachhaltige Reform des kirchlichen Lebens bewegten sie zur Gründung einer eigenen Offizin, welche gerade im liturgischen Buchdruck einen Schwerpunkt setzte.

Die hier vorgelegte Untersuchung möchte die Leistungen des Eichstätter liturgischen Buchdrucks unter Fürstbischof Wilhelm von Reichenau und seiner Nachfolger würdigen und sie in die Frühgeschichte des Buchdrucks einordnen.


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